Die neue Treppe

Monatelang haben wir nichts von uns hören lassen… Das Leben im neuen Haus hat uns gleichermaßen mit Glück und viel Arbeit erfüllt. So viele Kleinigkeiten waren noch zu erledigen und nebenbei haben wir auch noch unser neues Zuhause in vollen Zügen genossen. Eigentlich dachten wir ja, nach einem halben Jahr, wären dann auch alle Handwerker fertig und alle Rechnungen eingetrudelt. Weit gefehlt. Es gibt immer noch die eine oder andere „Baustelle“.

Nun dürfen wir aber seit letzter Woche endlich über unsere wunderschöne neue Treppe ins Obergeschoss wandeln. Die Treppenstufen waren schon vor Weihnachten fertig geworden und wir konnten Sie zuhause bei meinen Eltern abholen. Liebevoll noch übergeschliffen, dann mit Hartöl eingelassen standen sie nun dort und sollten im Januar eingebaut werden. Da waren wir dann schon mehrere Wochen hinter dem Zeitplan, weil wir zu lange über die richtige Farbe gegrübelt und so viel anderes zu tun gehabt hatten.

treppenstufen-behandelttreppenstufen-hartöl

Und dann fingen die Probleme erst richtig an. Die ersten beiden Stufen waren drin, da haben wir die Aktion auch schon wieder abgebrochen. Die Stufen mussten mit Leisten unterfüttert werden, leider wurde es hinten und vorne nicht gerade. Die Betontreppe war zu tief und fiel dann auch noch von rechts nach links um mehrere Millimeter ab. Zudem hallte es durch die hohlen Zwischenräume unglaublich, wenn man darüber lief. Alles wieder raus und einen neuen Plan entwickeln. Über Ostern haben wir dann im Baumarkt zugeschnittene, 21mm starke MDF-Platten mit jeweils vier Schrauben auf der Treppe montiert. Die Höhenunterschiede wurden mit Unterlegscheiben ausgeglichen. Bis alles wirklich gerade war, hatten wir viele, viele Stunden mit der Wasserwaage über den Stufen gebrütet.

treppenaufbau

Was dann noch hohl war, wurde mit Zargenschaum großzügig aufgefüllt. Sah zwischendurch wirklich wüst aus. Nun lagerten die Stufen bereits 4 Monate in unserem Keller und hatten sich teilweise verzogen. Tagelanges Einspannen brachte ein wenig Verbesserung. Dafür mussten die Stufen nun „nur noch“ aufgeklebt werden und die Setzstufen angebracht.

Ende gut, alles gut. Die Treppe ist drin und wir sind nun endlich zufrieden. Die Verblendung hier am Treppenaufgang ist noch nicht final, hier müssen wir noch eine Platte anfertigen lassen um einen sauberen Abschluss hinzukriegen. Und dann müssen wir selbstverständlich den Treppenaufgang nochmal streichen, aktuell sind doch noch einige unschöne Flecken geblieben. Es bleibt immer noch viel zu tun, unsere Wochenenden sind nach wie vor für Haus und Garten reserviert. Und es macht so viel Freude, immer wieder eine Neuerung und Verbesserung zu verzeichnen!

7 Kommentare zu “Die neue Treppe

  • Es sieht wunderschön aus, da hat sich die viele Arbeit gelohnt!

  • Wirklich schöne Arbeit bei der Treppe. Wie im gesamten Haus auch. Was ist das eigentlich oberhalb der ersten Treppenstufe? Ein Bewegungsmelder für die Treppenbeleuchtung?

    Vg David

    • Hallo David,

      richtig, oben und unten ist eine Lichtschranke, die die Beleuchtung der einzelnen Stufen nacheinander ein- und wieder ausschaltet.
      Vielleicht mache ich demnächst mal ein Video davon 🙂

      Viele Grüße
      Marc

      • Das wäre eine ausgezeichnete Idee 🙂
        Freue mich auch von anderen „Spielereien“ bzgl. KNX zu lesen. 🙂

  • Hallo Marc,

    zunächst einmal vielen Dank für eure tolle Website! WIe habt ihr denn eure Treppenstufenbeleuchtung angesteuert (zentral oder habt ihr die Versorgung bzw. EVG´s jeweils in der Nähe)? Um die Stufen einzeln schalten zu können müssten ja alle einzeln angesteuert werden, oder? Welche LED-Bänder habt ihr benutzt?

    Viele Grüße

    Sebastian

    • Hallo Sebastian,

      ich habe direkt unter der Treppe im Kellerabgang einen kleinen Kasten installiert, der die Stromversorgung und die Elektronik zur Ansteuerung (selbst entwickelt) beherbergt. Gesteuert wird alles über einen kleinen Microcontroller mit 16 PWM-Ausgängen.
      Bei Unterschreiten einer gewissen Helligkeit wird die Steuerung aktiv und der oberste und unterste LED-Streifen gehen auf einen niedrigen Dimmwert an, um Nachts die jeweils erste Stufe zu beleuchten.
      Über zwei Reflexlichtschranken oben und unten wird der Treppeneintritt überwacht. Über PWM werden dann nacheinander die einzelnen LED-Streifen hochgedimmt, nach einer einstellbaren Wartezeit dimmen die Streifen in derselben Reihenfolge wieder runter.
      Ich habe im ganzen Haus nur 24V Streifen genutzt, hier besonders schmale (4mm breit), wo die LEDs recht nah zusammen sitzen, damit man die einzelnen Lichtpunkte nicht sehen kann (mit einer Leistung von 9,6W/m). Untergebracht sind sie in flachen Alu-Profilen mit opaker Blende, für die wir in die Stufen entsprechende Nuten gefräst haben, damit sie nicht raus stehen.
      Allerdings nutzen wir die volle Helligkeit nicht aus, aktuell laufen sie voll aufgedreht auf ca. 60%.

      Viele Grüße
      Marc

  • Hallo Marc,

    vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Viele Grüße

    Sebastian

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